{"id":451,"date":"2021-07-19T17:46:37","date_gmt":"2021-07-19T15:46:37","guid":{"rendered":"https:\/\/gudrunhenne.de\/blog\/?p=451"},"modified":"2021-07-23T22:30:58","modified_gmt":"2021-07-23T20:30:58","slug":"gluecklich-sein-an-der-spitze-wie-geht-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gudrunhenne.de\/blog\/gluecklich-sein-an-der-spitze-wie-geht-das\/","title":{"rendered":"Gl\u00fccklich sein an der Spitze &#8211; Wie geht das?"},"content":{"rendered":"\n<p>Mal ehrlich: Das ist ganz sch\u00f6n schwierig mit dem Gl\u00fccklichsein. An der Spitze ist es eigentlich nie genug:  &#8222;H\u00f6her, schneller, weiter&#8220; treibt uns pausenlos an. Wir versp\u00fcren einen kurzen Gl\u00fccksmoment, wenn uns etwas gelungen ist, eine Befriedigung vielleicht, doch meist ebbt das Gef\u00fchl bald ab und wir eilen weiter. <\/p>\n\n\n\n<p>Das liegt an unserem Gehirn: Allgemein beeinflussen Ver\u00e4nderungen unser Gl\u00fccksgef\u00fchlt weniger, als wir vermuten, da wir uns an neue Zust\u00e4nde schnell gew\u00f6hnen. Kurzer Test: Wachen Sie jeden Tag auf und jubeln: Hurra, ich leite mein Unternehmen? Juhuu, ich bin an der Spitze? Schlechtes wird ertr\u00e4glicher, Gutes nutzt sich ab. &#8222;Hedonistische Adaption&#8220; nennt sich dieses Ph\u00e4nomen, das die Yale-Professorin Laurie Santos untersucht  (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HStWtmSCAS8\">hier der Link zu ihrem Vortrag beim Word Economic Forum)<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie ist es mit Gegenst\u00e4nden, sch\u00f6nen Dingen, die wir uns zulegen? &#8222;Jene Dinge, die begafft werden, bei denen man stehen bleibt, die der eine dem anderen staunend zeigt, gl\u00e4nzen au\u00dfen&#8220; sagt ein ber\u00fchmter Mann (unten verrate ich, wer) &#8222;und sind innen j\u00e4mmerlich&#8220;. Auch Gegenst\u00e4nde unterliegen der hedonistischen Adaption. Deshalb brauchen wir immer wieder neue davon. Zugegeben, sch\u00f6ne Uhren, schnelle Autos, sie erfreuen, sie bereiten \u00e4sthetischen Genuss, sie verleihen Status. Aber machen sie dauerhaft gl\u00fccklich? <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Suchen wir also&#8220;, schl\u00e4gt jener kluge Mann vor&#8220; &#8222;irgend etwas, das nicht zum Schein gut ist, sondern fest und sich gleichbleibend und auf der verborgeneren Seite sch\u00f6ner; das wollen wir ausfindig machen&#8220;.  Wie sollen wir suchen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gl\u00fccksforschung empfiehlt, ein Dankbarkeitstagebuch zu f\u00fchren. Sich jeden Abend 10 Minuten Zeit zu nehmen, um zu notieren: Wof\u00fcr bin ich dankbar? Was waren heute besondere Momente? Dazu k\u00f6nnen Sie erg\u00e4nzen: Was habe ich heute geschafft? Denn die Antwort auf diese Frage bereitet ebenfalls Befriedigung. <\/p>\n\n\n\n<p>Doch das A und O, sagt die Gl\u00fccksforschung, sind gute Beziehungen. In einer 75-j\u00e4hrigen Langzeitstudie kommt die <a href=\"https:\/\/news.harvard.edu\/gazette\/story\/2017\/04\/over-nearly-80-years-harvard-study-has-been-showing-how-to-live-a-healthy-and-happy-life\/\">Universit\u00e4t Harvard <\/a>zu diesem Ergebnis. <\/p>\n\n\n\n<p>Mein Tipp: <\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Beginnen Sie ein abendliches Ritual, die drei Fragen zu beantworten: <br>(1) Was habe ich heute geschafft? (2) Was waren besondere Momente? (3) Wof\u00fcr bin ich dankbar?<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>2. Verbringen Sie beruflich wie privat mehr Zeit mit Menschen, die Sie m\u00f6gen (finden Sie heraus, wer das ist). <\/p>\n\n\n\n<p>3. Testen Sie, ob es m\u00f6glicherweise befriedigender ist, statt einen weiteren Gegenstand zu erwerben das Geld anderen zu geben, denen es hilft . Freundlich zu anderen, auch Fremden, zu sein, dient n\u00e4mlich auch der Steigerung des pers\u00f6nlichen Gl\u00fccksempfindens, sagt <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HStWtmSCAS8\">die Forschung<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>Viel Erfolg damit. Ach so: Gesagt hat\u00b4s <strong>Seneca<\/strong>, in De vita beata \/Vom gl\u00fccklichen Leben, vor 1963 Jahren (58 n.Chr).<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mal ehrlich: Das ist ganz sch\u00f6n schwierig mit dem Gl\u00fccklichsein. 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